Der MGV Frohsinn Baiertal hat beim Deutschen Chorwettbewerb vom 12. bis 15. Mai 2010 das Prädikat "Mit gutem Erfolg teilgenommen" ersungen!

 

 

Mit uns erhielten drei weitere Chöre (Harmonie Lindenholzhausen, MGV Frohe Stunde Weroth und der Saarknappenchor) diese Leistungsstufe bescheinigt.

 

Berichte RNZ

 

Originalberichte: "Vocal Heros"... und "Ein Riesenschritt weiter"

 

Die 61 „Vocal Heros“ des MGV Frohsinn Baiertal freuen sich über ein gutes Ergebnis

 

Mit der Teilnahme am deutschen „Chorgipfel“, der im olympischen Turnus von vier Jahren stattfindet, ging für viele Chöre, darunter auch der MGV Frohsinn Baiertal, sicherlich gleichermaßen ein Traum in Erfüllung, der eine  Bestätigung für monate- und jahrelange intensive Probenarbeit an häufig neuer, aufwändiger Literatur darstellt. Über 5000 Vocal Heros, mit dem der Deutsche Musikrat die Sängerinnen und Sänger auf seinen Plakaten bezeichnete, deren Chöre sich in Wettbewerben auf Landesebene durchgesetzt haben, machten das Finale in Dortmund zu einem Fest der Musik. Sie demonstrierten welche große Kraft und hohe Qualität das Chorsingen im Besonderen und das Laienmusizieren im Allgemeinen in Deutschland besitzt.

 

Hans-Willi Hefekäuser, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände und Vizepräsident des Deutschen Musikrates, brachte es in seinen Grußworten auf den Punkt.

"Eine der wichtigsten Herausforderungen für Chöre in Deutschland ist und bleibt die Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb. Man darf sich schon zur Elite zählen, wenn man es bis ins Finale geschafft hat, erst recht, wenn man dort dann eine der begehrten vordersten Platzierungen erreichen konnte. Deshalb ist der Deutsche Chorwettbewerb ein ganz besonders bedeutendes Ereignis. Hier werden Breite, Dichte, Leistung und Qualität des Chorgesangs in Deutschland eindrucksvoll demonstriert und unter Beweis gestellt.“

Zwar hat es für den MGV Frohsinn nicht ganz für eine vordere Platzierung gereicht, aber mit dem zugesprochen Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“ reihte man sich schon bei den guten deutschen Chören und der Mehrzahl der teilnehmenden Chöre ein. In der belegten größten Männerchorklasse C2 wurden für die teilnehmenden sieben Chöre zwei Leistungsprädikate „mit sehr gutem Erfolg“ für die Liedertafel aus Rheinland-Pfalz, Sängervereinigung Neuses und der MGV Cleeberg aus Hessen  und „gutem Erfolg“ für Harmonie Lindenholzhausen, Frohe Stunde Weroth, Saarknappen-Chor und dem MGV Frohsinn vergeben. Eine Platzierung, auf die Sänger des des MGV Frohsinn sehr stolz sein, wenn man das Leistungsniveau betrachtet, das hier in Dortmund geboten wurde. Als erstmaliger Teilnehmer musste man sich schon das gesamte Umfeld gewöhnen, in dem sich z.B die Harmonie Lindenholzhausen schon zum siebten Male befand. Aber wichtig ist doch zuerst einmal die Teilnahme und die Anerkennung sich mit den Besten der Besten zu messen. Allein schon die tollen Tage, die überwiegend von Musik geprägt waren stellen ein Erlebnis dar, das man als Sänger nie mehr vergessen wird.

Und betrachtet man das Abschneiden der vier Chöre aus der Metropolregion Rhein-Neckar, mit dem Jungen Kammerchor Rhein-Neckar, dem Männerchor des Nikolaus-Kistner-Gymnasiums in Mosbach und dem Frauenchor des Sängerbundes Oberflockenbach, so konnten die Sänger des Frohsinn das zweitbeste Ergebnis dieser Chöre erzielen. Eine Leistung, auf die Dirigent Stefan Kistner und die Sänger stolz sein können.

 

Bericht WiWo

 

Dortmund war eine Reise und neue Erfahrung wert

 

Einen Deutschen Chorwettbewerb, wie er alle vier Jahre stattfindet, ist als Außenstehender sehr schwierig zu beschreiben, denn er ist mehr als nur ein Messen der Landesbesten aus ganz Deutschland. Er ist eine Kommunikationsplattform für alle und alles um den deutschen Chorgesang und führt zu neuen Bekanntschaften zwischen Sängerinnen und Sängern verschiedenster Altersstufen. Jung und Alt treffen sich und haben Freude am Gesang. Dass dies nicht erst ab der Ankunft am Austragungsort beginnt konnte der Tross des MGV Frohsinn Baiertal schon bei der Hinfahrt nach Dortmund erfahren. Bei einer Rast stieg man aus den Bussen und in einem direkt einfahrenden Bus sah man ebenfalls eine teilnehmende Gruppe, den A-Chor der Mädchenkantorei am Freiburger Münster. Ein freundliches Lächeln und die besten Wünsche für ein gutes Abschneiden wurden ausgetauscht und die Fahrt geht weiter. Und je näher man dem Ziel kommt desto mehr Teilnehmer sieht man auf der Straße. Schnell noch zu den Unterkünften und dann ab in die Innenstadt von Dortmund mit dem Besuch des Eröffnungskonzertes im Konzerthaus. Hier wird einem dann auch ganz besonders bewusst, was es heißt am Deutschen Chorwettbewerb teilzunehmen. 5.000 Sängerinnen und Sänger stehen für wenige Tage im Mittelpunkt und musizieren um die Wette oder geben spontane Konzerte und lassen sich durch andere inspirieren. Schon das Eröffnungskonzert machte den Zuhörern deutlich welche Qualität und welchen Stellenwert die Musik beim Deutschen Musikrat hat und welche Maßstäbe zu erwarten sind. Hiervon erschlagen und den Eindrücken der musikalischen Leistungen geht man auf den Heimweg, um sich für den folgenden Tag und das Wertungssingen einzustellen. Ob der eine oder andere den nötigen Schlaf gefunden hat ist schwer einzuschätzen, aber mit der Musik des Eröffnungskonzertes im Ohr hat man daran schon etwas zu knabbern. Kaum ist die Nacht vorbei, geht es schon sehr zeitig daran sich auf den großen Wertungsauftritt vorzubereiten. Ab nach Dortmund, ins Orchesterzentrum, Stellprobe und Gelegenheit erstmals die Mitkonkurrenten zu sehen, kurze Stell- und Akustikprobe und schon wird man von einem freundlichen Helfer gebeten die Räumlichkeiten zu verlassen. Um sich noch gezielt für den Auftritt vorbereiten zu können, hat man sich in der Nähe eine Räumlichkeit angemietet und legt letzte Hand an die Musikbeiträge an. Die Spannung steigt und gegen 14.30 Uhr ist der große Auftritt. Eingebettet zwischen den beiden besten Chören des hessischen Landesverbandes war es für den Frohsinn nicht leicht sich zu behaupten. Alles sturmerprobte Chöre, die schon mehrfach am Deutschen Chorwettbewerb teilnahmen. Insofern hatten diese schon den Vorteil das Umfeld zu kennen und sich darauf einzustellen. Unter diesem Aspekt war der Frohsinn ein Lehrling, der hier an Erfahrung gewinnen konnte und es auch reichlich tat. Erleichtert war man dann, als man sein Pflichtprogramm erfüllt hatte und nun nicht mehr unter einer nervenaufreibenden Spannung stand. Dennoch war ein Pflichttermin wahrzunehmen, nämlich die Beteiligung an der "langen Nacht der Chöre", wo die Sänger des MGV Frohsinn sich im Schauspielhaus mit verschiedenen Musikbeiträgen beteiligten. Auch wieder so eine Verpflichtung, in der sich die Gelegenheit bot, andere Chöre zu hören und denen sich selbst zum Gehör zu bringen. Zuerst als Männerchor durch die eine Mädchenchor belächelt, der doch auch alte Volkslieder singt waren wir am Ende einen tosenden Beifalls dieser Mädels sicher, denn die flotte Interpretation des „Jägers aus Kurpfalz“ und des französischen Volksliedes über die „Prinzessin und der Trommler“ wussten dies zu Überzeugen, das auch mit den verschiedensten Altersgruppen gemischter Männerchor begeistern kann.

Zurück in der Unterkunft am späten Abend sitzt man dann beisammen und reflektiert die Eindrücke der letzten Stunden und singt trotz fortgeschrittener Stunde in fröhlicher Rund einige Lieder. Da man nicht alleine in diesem Hotel untergebracht war, stieß dann noch ein Mitkonkurrent hinzu, dessen Dirigent beim Sängerfest des Frohsinn auch als Wertungsrichter tätig war. Man tauschte sich über die Eindrücke aus, sang abwechselnd Liedgut aus dem eigenen Repertoire und stellt zudem fest, welche Übereinstimmung es dabei gab. Die dabei erfolgte Annäherung führt zu einem regen Austausch der Eindrücke zwischen Sänger und Dirigenten, da es doch neues und altbekanntes aus der Chorszene zu besprechen gab.

Am Freitag, dem eigentlichen freien Tag, standen dann für die Dirigenten die Besprechungen mit der Jury an und die Sänger sowie Angehörige verstreuten sich auf die vielfältigen Angebote, nicht nur um das Singen. Aber ein Großteil nahm die Gelegenheit wahr, die Wertungssingen unserer Chöre aus dem Badischen Chorverband zu besuchen und diese auch tatkräftig zu unterstützen. Denn jeder hoffte ein Prädikat zu erreichen, das möglichst hoch angesiedelt war. Aber darauf musste man noch bis zum nächsten Tag warten.

Gegen 12.00 Uhr, also wie man in Westernkreisen sagt, „High Noon“, wurden die Ergebnisse bekannt gegeben. Natürlich ist es selbstverständlich, dass man immer mit dem Gedanken spielt eine möglichst hohe Platzierung zu erreichen, aber nach den gewonnen Eindrücken kann man auch schon damit zufrieden gewesen sein, hier teilnehmen zu dürfen. Und nachdem man zu Beginn der Wertungsbekanntgabe schon erste Trends hören konnte war vielen der 5.000 Sängerinnen und Sängern klar, dass ein sehr harter Wertungsmaßstab zugrunde gelegt wurde. Dies wurde aus den Worten auch beim Preisträgerkonzert im Anschluss deutlich, als der Deutsche Musikrat die Aussage traf, dass das Niveau weiter gestiegen und auf einem sehr hohen Level sei. Diese Steigerung ergibt sich besonders in den Kammer- und Studentenchören, die im Vergleich zu den uns bekannten Laienchören über eine weitaus bessere musikalische Vorbildung verfügen. Aber das braucht uns nicht zu stören, denn in der Klasse des MGV Frohsinn Baiertal teilten sich die teilnehmenden Chöre die Prädikate in den zweiten und dritthöchsten Einstufungen. Während ein Auswahlchor aus Rheinland-Pfalz und zwei Spitzenchöre aus Hessen, Sängervereinigung Freigericht-Neuses und der Liederkranz Cleeberg sich das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ teilten, befand sich der MGV Frohsinn in der Prädikatsstufe „mit gutem Erfolg“ das weiter die Harmonie Lindenholzhausen, MGV Weroth und der Saarknappenchor erreichten. Wer in der Gesangsszene bewandert ist, kennt diese Namen und weiß welchen Stellewert diese Chöre besitzen. Besonders herausragend tut dies die Harmonie Lindenholzhausen, die bereits das 7. Mal am Deutschen Chorwettbewerb teilnahm und schon sehr viele internationale Wettbewerbe gewann. Und vergleicht man die vier teilnehmen Chöre aus der Metropolregion Rhein-Neckar, so liegt der MGV Frohsinn hinter dem Jungen Kammerchor Rhein-Neckar auf einem zweiten Platz, der ebenfalls das Prädikat „mit gutem Erfolg“ erhielt.

Abschließend kann man feststellen, dass die erstmalige Teilnahme für alle eine Erlebnis und eine Erfahrung war und für die künftige Arbeit sehr viele Impulse gab. Hoffen wir, dass dies viele positive sind und man auch weiterhin daran arbeiten wird, wieder einmal eine derartige Teilnahme anzustreben. Vergessen wollen wir dabei nicht unseren Dirigenten Musikdirektor Stefan Kistner, für seine unermüdliche und von Geduld geprägte Arbeit. Was er in den vergangenen dreieinhalb Jahren bewegt hat ist für unseren Verein ein großer Gewinn. Ohne Ihn wäre der Deutsche Chorwettbewerb sicherlich weiter nur ein Traum geblieben. Hierfür ein herzliches Dankeschön von den Sängern des MGV Frohsinn.

 

 

Hier die Ergebnisse aller teilnehmenden Vereine

 

Ergebnisse Klasse C2

 

Brief Deutscher Chorverband

 

Brief Landesmusikrat

 

Ein ausdrückliches Dankeschön geht an UNSEREN Dirigenten Stefan Kistner, der uns super vorbereitet und nie die Geduld mit uns verloren hat.

Ein weiterer Dank geht an die Vorstandschaft und den Organisator Karl Huber, der einen absolut reibungslosen und trotz der Anspannung der Sänger tollen "Ausflug" organisiert hat.

 

 

Anreise

 

Eröffnungskonzert

 

Der Tag der Wahrheit mit Stellprobe, Probe im HCC, Auftritt und was sonst noch dazu gehört.

 

Rahmenprogramm

 

 

Bekanntgabe der Ergebnisse

 

 

Sonstiges

 

 

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